Was heißt eigentlich?

ISO 9001

ISO 9001 ist eine Nachweis-Norm für Qualitätsmanagementsysteme, die vom deutschen (DIN), Europäischen (EN) und Internationalen Normenorganisationen (ISO-International Organisation for Standardisation) herausgegeben wurde. Durch die Einführung eines Qualitätsmanagement-Systemes wird die Leistungsfähigkeit in Ihrem Unternehmen erhöht, indem Verbesserungsprozesse beschleunigt werden, Reibungsverluste abgebaut und die Mitarbeitermotivation durch klare Strukturen und transparente Anweisungen erhöht werden. Darüber hinaus wird das Vertrauen der Kunden und Mitarbeiter in die Qualität der Leistungen und Produkte eines Unternehmens nachhaltig gefestigt.

ISO 22000
Ziel der ISO 22000 ist die Harmonisierung der vorhandenen Standards der Lebensmittelbranche. Es soll ein einheitlicher, weltweit gültiger Standard für die Lebensmittelsicherheit der gesamten Nahrungsmittelkette geschaffen werden.Die ISO 22000 beinhaltet Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit in allen Prozess- Stufen, und ist für jedes Unternehmen aus der gesamten Lebensmittelkette anwendbar, unabhängig von dessen Größe. Die ISO 22000 kann unabhängig von anderen Qualitäts- Standards im Unternehmen eingeführt werden, oder auch mit anderen Standards kombiniert werden. Die ISO 22000 berücksichtigt insbesondere die Gegebenheiten in kleinen und mittleren Unternehmen. 

QS - Qualität und Sicherheit
Am 12. Oktober 2001 wurde die QS Qualität und Sicherheit GmbH ins Leben gerufen. Vertreter aus der gesamten Wirtschaft reagierten damit auf die Verunsicherung der Verbraucher durch die vergangenen Lebensmittelkrisen. Das Neue an diesem Bündnis ist, dass sich Organisationen und Verbände aus allen Stufen – der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung von Fleisch – unter einem Zeichen zusammengeschlossen haben. Dieser Schritt für einen aktiven Verbraucherschutz ist bisher weltweit einmalig.

Das QS-Prüfzeichen gibt genau formulierte und nachvollziehbare Kriterien für die gesamte Produktionskette vor. Dabei ist das QS-System nicht einseitig auf eine bestimmte Produktionsart ausgerichtet. Vielmehr ist es offen sowohl für Erzeuger, die eine konventionell bestimmte Produktion betreiben, als auch für Öko-Betriebe, die sich einer ökologisch orientierten Lebensmittelproduktion verschrieben haben.

QS ist kein staatliches Zeichen, orientiert sich aber mit seinem Stufenübergreifenden dreistufigen Kontrollsystem an den in der Regierungserklärung 2001 von Verbraucherschutzministerin Renate Künast gestellten Forderungen nach Gütesiegeln für die ökologische und konventionelle Landwirtschaft sowie einer gläsernen Produktion.

Die Kriterien des QS-Systems werden von produktspezifischen Fachbeiräten entwickelt, die aus den an der Produktionskette beteiligten Wirtschaftskreisen bis hin zum Lebensmitteleinzelhandel stammen. Dadurch wird eine höchstmögliche Praxisnähe geschaffen. Die Teilnahme am QS-System ist jedoch freiwillig.

Ziel des Bündnisses ist es, die Produktionsprozesse der Lebensmittel vom Feld und Stall bis zur Ladentheke für den Verbraucher transparent zu machen und dadurch das Vertrauen der Verbraucher in die Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln aktiv zu stärken. Das geschieht durch eine durchgängige Dokumentation und die Einhaltung von QS festgelegten Produkt- und Prozessvorgaben. Durch Kontrollen wird die geforderte Qualität beim Übergang zur nächsten Prozessstufe überprüft.

GMP

Qualitätsmanagement für Hersteller von Futtermitteln, Mischfutter, Vormischung sowie für Lieferanten von Rohstoffen für die Futtermittelindustrie. Vom niederländischen Marktverband Tierfutter (PDV) 1992 eingeführt wird der Standard heute in großem Umfang in Deutschland gefordert und umgesetzt. In diesem Qualitätssystem ist geregelt, dass sowohl das Futter als auch die Zusatzstoffe nach gesetzlichen Produktvorschriften produziert und transportiert werden . Im Vordergrund dieser Regelung steht die Garantie der Futtermittelqualität zum Schutz des Menschen als Verbraucher, des Tieres und der Umwelt. Ausserdem hat die GMP-Zertifizierung Eingang in eine EU Richtlinie gefunden und war deshalb verbindlich in nationales Recht der EU Mitgliedsstaaten zu übernehmen.

Beispiel:
- Strassentransport von Tierfutter.
- Qualitätslenkung der Futtermittel

Globalgap
Das GlobalGAP-System ist ein globales Sicherungssystem, das nur die Stufe Produktion in den Sparten Obst, Gemüse, Kartoffeln und Getreide der Landwirtschaft umfasst. Es ist ein internationales System, welches in vielen Ländern weltweit bereits seit Jahren praktiziert wird und teilweise Standard ist. Durch die Internationalität wird die Ware global vergleichbar, was für den Export wichtig ist. So fordern viele Großhändler, Agenturen und Exporteure, die international tätig sind, nur das GlobalGAP-Zertifikat von ihren Lieferanten.

IFS - International Food Standard
Ziel der Einführung des IFS ist die Festlegung internationaler Sicherheitsstandards für Unternehmen, die den Handel mit Eigenmarken beliefern. Zu diesem Zweck wurden Schlüsselkriterien zusammengestellt, an denen Lebensmittelsicherheitsstandards gemessen werden. Zu dieser Initiative hatten sich 40  Handelsunternehmen aus Europa, Nordamerika und Australien zusammengefunden. Sämtliche Einzelhandelsfirmen, die im BDH-Ausschuß Lebensmittelrecht und Qualitätssicherung mitarbeiten, unterstützen den IFS. Dies sind unter anderem führende deutsche Handelsunternehmen wie z.B.: ALDI, Edeka, LIDL, Metro, Rewe, und Tengelmann.

Auch im Lebensmitteleinzelhandel wird der IFS vielfach vom Lieferanten gefordert. Französische Einzelhandelsfirmen die mit dem deutschen Handel zusammenarbeiten, werden ab Januar 2004 auch ihre Lieferanten auffordern sich nach IFS-Standard auditieren zu lassen.

Die Struktur des IFS ist kompatibel zu der DIN EN ISO 9001, allerdings liegt der Schwerpunkt des IFS-Standards auf Lebensmittelsicherheit, HACCP, Hygiene und Betriebsumgebung.

Der IFS - International Food Standard - gliedert sich in folgende Kapitel:

1. Unternehmensverantwortung
2. Qualitätsmanagementsystem
3. Ressourcenmanagement
4. Herstellungsprozess
5. Messungen, Analysen, Verbesserungen

Was hat IFS, was ISO nicht hat?

- Punktesystem zur Bewertung (leichtere Vergleichbarkeit)
- Verschiedene Niveaus
- 10 K.O. - Kriterien
- Unternehmenssicherheit und Erzeugnissicherheit
- Erfassung der Wettbewerbsfähigkeit

Es ist damit ein Standard, der zum Einen dem Händler die Einschätzung der Lieferqualität erleichtert zum anderen aber auch dem Hersteller hilft sich selbst beurteilen und zu sehen wo die Schwachstellen liegen.

HACCP - Hazard Analysis and Critical Control Points
Codex alimentarius, Gefährdungsanalyse der kritischen Schnitt-/ Lenkungsstellen an denen eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit möglich ist.

Nachdem das Konzept 1982 von der Weltgesundheitsorganisation veröffentlicht wurde, fand es eine schnelle Verbreitung in der Nahrungsmittelindustrie da eine sichere Endkontrolle dort oft nicht möglich ist. Es handelt sich um ein Instrument welches kritische Punkte im Prozessablauf ermittelt und durch Festlegung bestimmter Kontrollen steuert. Ausgehend von den zu verarbeitenden Materialien und Bedingungen bei den Produktionsprozessen werden Ursprung, Herstellung, Verarbeitung und Transport unter qualitativen Gesichtspunkten erfasst, Berichte über Lebensmittelvergiftungen zeigen, wie wichtig die Lebensmittelsicherheit gerade wegen industrieller Produktion und umfangreicher Lebensmitteltransporte ist. HACCP ist durch die Umsetzung der EU-Richtlinie mit der "Verordnung zur Lebensmittelhygiene" im Jahr 1997 in Deutsches Recht umgesetzt worden.

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